Erfahrungsbericht: Wie Hunde helfen, die Berggorillas zu retten

Diavortrag „Besuch bei den Congohounds“

Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahren dramatisch für Mensch und Tier. Sie könnte zur Ausrottung der letzten Berggorillas der Erde führen. Nach ihrer Reise zu einem Schutzprojekt, das die Wilhelma in Zentralafrika unterstützt, berichtet die Artenschutz-Beauftragte  des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart, Stefanie Reska, am kommenden Sonntag, 14. August, um 15 Uhr in einem eindrucksvollen Report über die aktuelle Situation.

 

 

Den Gorillas trachten Wilderer nach dem Leben. In der Bürgerkriegsregion sind bei den Kämpfen um Macht, Land, Bodenschätze und Ackerflächen Schutzgebiete wie der Virunga-Nationalpark nur im Weg. Die Wilhelma unterstützt daher seit fünf Jahren eine innovative Gegenmaßnahme in diesem ältesten Nationalpark Afrikas. Seit 2011 bildet das „Congohound-Projekt“ in der Schweiz Spürhunde aus, die den Rangern helfen, Wilderern auf die Fährte zu kommen. Das Programm ist im Juli von der Weltzoo-Organisation WAZA offiziell anerkannt worden. Als Beleg der Effektivität ist die Zahl der Gorillas im Virunga-Park in den vergangenen Jahren von weniger als 500 auf zirka 880 gestiegen.

Die Biologin Stefanie Reska hat die Congohounds mit der Projektleiterin Marlene Zähner und Wilhelma-Tierpflegerin Thali Bauer im Frühjahr zwei Wochen besucht. Sie schildert ihre Eindrücke von der Arbeit mit den Bluthunden und den Springer-Spaniels sowie von den lebensgefährlichen Einsätzen der Ranger. Sie berichtet aus der Waisenstation für Berggorillawaisen, die im Senkwekwe-Center großgezogen werden, und zeigt Fotos mit Seltenheitswert von der Begegnung mit frei lebenden Gorillas im Bergland. Auch die Lebensbedingungen der Menschen im Virunga-Park zeigt die Referentin auf. Die Wilhelma flankiert das Artenschutz-Projekt mit der Unterstützung von sozialen Programmen, die den Schulbesuch finanzieren und die Umweltbildung fördern, damit es den Familien gelingt, ihren Lebensunterhalt ohne Raubbau an der Natur zu bestreiten.

Die Teilnahme an dem einstündigen Diavortrag in der Zooschule unterhalb der Geiervoliere ist bereits im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten. Kleine Spenden für den Artenschutz sind jedoch willkommen.

Weitere Eindrücke aus erster Hand können sich Wilhelma-Besucher am 29. und 30. Oktober berichten lassen. Dann kommen Ranger aus dem Virunga-Park mit Spürhunden zu Besuch nach Stuttgart.

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