Entnahme von Fichten auf Moorstandorten im Nationalpark gestartet

Wer in den letzten Tagen an der K 49 zwischen Hüttgeswasen und Thranenweier entlang kam, wird die dort stattfindenden Arbeiten bemerkt haben. Ranger des Nationalparks entnehmen Jungfichten mithilfe eines gelben Raupenfahrzeugs, einem sehr bodenschonenden Spezialgerät. Ab September werden dort auch größere Bäume mittels Seilkränen entnommen, wofür eine temporäre Sperrung der Straße nötig wird.

 

 

 

Doch warum werden diese aufwändigen Arbeiten durchgeführt? „Ziel ist es Moore im Nationalparkgebiet, sogenannte Brücher, mit ihren seltenen und stark bedrohten Arten wie Moorbirke, Sonnentau oder Moosbeere zu renaturieren“, erklärt Jan Hoffmann, Projektleiter der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.

Denn die negativen Auswirkungen der ehemals gepflanzten Fichten auf zuvor entwässerten Moorstandorten sind beträchtlich. Im Schatten der dichtgewachsenen Monokulturen herrscht Trockenheit und Artenarmut, außerdem sind die Bäume anfällig für Windwurf und Borkenkäferbefall. „Erst durch das Auflichten der Standorte und den konsequenten Verschluss der Entwässerungsstrukturen kann den Moorstandorten geholfen werden“, stellt Guido Lotz vom Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald fest.

Die entwaldeten Gebiete erholen sich binnen weniger Jahre und an Stelle der artenarmen Kulturen findet sich reichhaltiges Leben. Der Wasserrückhalt in der Fläche wird verbessert und die Zersetzung des Torfs gestoppt.

Das renaturierte Moor kann dann Teil der zukünftigen Wildnis im Nationalpark werden.

 

 

 

 

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