Paula fühlt sich wohl in der neuen Heimat

Das 14 Monate alte Luchs-Weibchen Paula ist am vergangenen Freitag vom Münchner Tierpark Hellabrunn nach Polen umgezogen, wo sie im Rahmen eines Auswilderungs-Projektes die Basis für die Wiederansiedelung des Luchses in Pommern legen soll.

Paula hat die Reise in ihre neue Heimat nach Westpolen problemlos überstanden und sich über das Wochenende schon sehr gut in ihrem neuen Gehege eingelebt. Das Luchs-Weibchen erkundet die Umgebung bereits entspannt und scheut sich nicht vor den neugierigen Blicken der Besucher, die Paula umgehend kennenlernen wollen.

 

Luchs Paula_2016_Western Pomeranian Natural Society (2)

Luchs Paula – Foto: Western Pomeranian Natural Society

 

Im Rahmen des Auswilderungsprojektes in Westpommern wird Paula gemeinsam mit Luchs-Kater Gabryś und zwei bis drei weiteren Zuchtpaaren die Basis für die Wiederansiedelung des Luchses in dieser Region legen. Ziel ist es, die Nachzuchten durch entsprechende Aufzucht in Wiederauswilderungsgehegen nach und nach aus der menschlichen Obhut zu entlassen. Dazu gehört auch, den Tieren das eigenständige Jagen erneut beizubringen.

Seit dem 18. Jahrhundert gibt es in der Region Westpommern nur noch wenige freilebende Luchse, was vor allem an der Bejagung und der zunehmenden Zersiedelung durch Straßen, großflächige Felder und Ortschaften liegt, wodurch der natürliche Lebensraum der Luchse zerteilt wird. In Deutschland gibt es seit den 1980er-Jahren unter anderem dank geglückter Auswilderungsprojekte wieder freilebende Luchse im Bayerischen Wald, im Harz und seit neuestem auch wieder im Pfälzerwald.

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