Weiterer Nachwuchs in Afrika-Tierwelt „Samburu“

Jungtiere von drei Antilopenarten im Zoo Osnabrück geboren

Nach der Geburt des mittlerweile fünf Wochen alten Impalaweibchens Lilli (wie bereits berichtet) vermeldet der Zoo Osnabrück weiteren Nachwuchs bei den Antilopen. Die Ellipsenwasserböcke sowie die Impalas verzeichnen jeweils ein weibliches Jungtier. Doppelte Verstärkung erreichte die Großen Kudus, bei denen Vater Malabo nun vorübergehend nicht mehr der „Hahn im Korb“ ist.

 

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Das Impala Jungtiere Lilo erkundet schon die große Außenanlage im Zoo Osnabrück. – Fotoquelle: Zoo Osnabrück /Marie Meierhofer

 

Insgesamt vier neue Jungtiere können in den nächsten Wochen auf dem 1,6 Hektar großen Gehege in der afrikanischen Tierwelt „Samburu“ entdeckt werden. Das Ellipsenwasserbock-Weibchen Soli (4 J.) machte mit ihrem Kalb Sammy am 24. Juli den Anfang. Tierpfleger Kai Budde berichtet: „Die ersten Wochen verbrachten die beiden noch hinter den Kulissen. Aber inzwischen genießen sie zusammen mit der Wasserbock-Gruppe und den weiteren Bewohnern der Samburu-Anlage, den Giraffen, Straußen und Antilopen, den Spätsommer auf der Anlage.“ Typisches Erkennungszeichen der Ellipsen-Wasserböcke ist ihr graues Fell und ein weißer Kreis auf ihrem Hinterteil. Noch acht bis zehn Monate wird Sammy von ihrer Mutter Soli gesäugt. Danach steigt sie auf Gräser, Kräuter und Wasserpflanzen um.
Gleich zwei neue Große Kudus

Bei den Großen Kudus folgte am 22. August zunächst Männchen Lutalo, am 04. September dann Halbschwester Nakawa. Beide Sprösslinge verbringen die erste Zeit mit ihren Müttern Louna (2 J.) und Nadra (8 J.) und der Herde noch hinter den Kulissen. Morgens dürfen sie bereits die Außenanlage für eine Stunde erkunden, dann geht es wieder zurück in den abgetrennten Bereich. Da die Jungtiere der Großen Kudus sogenannte „Ablieger“ sind, dürfen sie erst auf die Außenanlage, wenn sie eigenständig mit der Herde mitlaufen. Anfangs liegen sie häufig an einem Ort und warten dort auf ihre Mutter. „Lutalo ist auch gegenüber uns Tierpflegern schon sehr zutraulich und kuschelt gerne. Mit seinem ruhigen Gemüt kommt er ganz nach seinem Papa Malabo“, beschreibt ihn Tierpfleger Kai Budde. „Bei Halbschwester Nakawa war er anfangs noch sehr skeptisch. Mittlerweile sind die beiden aber ein Herz und eine Seele“, ergänzt er. Damit hat die Familienzusammenführung sehr gut geklappt. Die Großen Kudus sind an ihrem hellbraunen Fell mit weißen vertikalen Strichen entlang ihrer Flanken und ihren großen Ohren zu erkennen. Der Bock unterscheidet sich von den Weibchen durch seine langen, eingedrehten Hörner.
Eine Spielgefährtin für Lilli

Auch die Impalas haben weiteren Zuwachs bekommen. Nachdem vor fünf Wochen Lilli zur Welt kam, wurde am 27. August Lilo geboren. Sie ist für Besucher bereits ebenfalls auf der Außenanlage in „Samburu“ zu entdecken. Im Gegensatz zu den Großen Kudus und Wasserböcken sind Impalas keine „Ablieger“, sondern laufen schnell mit ihrer Gruppe mit. Lediglich die ersten Tage nach der Geburt verbrachte Lilo mit ihrer Mutter Bubbel im
Stall. Mittlerweile fühlt sie sich inmitten der Gruppe von insgesamt 14 Impalas sehr wohl. „Lilli und Lilo sind inzwischen unzertrennlich. Zusammen entdecken sie ihr neues Zuhause ganz spielerisch“, berichtet Budde. Die Säugezeit bei Impalas liegt bei sechs bis acht Monaten. Besonders gut sind die Impalas an ihren schwarzen Fersen zu erkennen, weshalb sie auch Schwarzfersenantilopen genannt werden.
Mehrere Tierarten in einem Gehege

Gemeinsam mit Netzgiraffen und Straußen wachsen alle vier Jungtiere der drei Antilopenarten bis zur Geschlechtsreife in der großen Außenanlage auf. Man spricht dabei von einer Tiervergesellschaftung. „Natürlich werden nur Tierarten zusammen gehalten, die friedlich miteinander leben können“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. „Diese Art der Tierhaltung stellt für die Tiere ein sogenanntes ‚Enrichment‘, also eine Bereicherung dar. Das bedeutet, dass sie näher
entsprechend ihrer ursprünglichen Lebensweise gehalten werden und positiven Reizen ausgesetzt sind, da sie auch mit anderen Tierarten interagieren. So erhalten auch die Besucher einen realitätsnahen Eindruck von dem Zusammenleben der Tiere.“ Der Zoo Osnabrück praktiziert die Vergesellschaftung in der Tierhaltung in „Samburu“ bereits seit 15 Jahren.

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