Ausstellung in Brügge: Die Kunst des Rechts

Heute ist es Standard, dass Gerichtssäle gegen Funksignale abgeschirmt werden. Schließlich soll während einer Verhandlung nicht jeder auf sein Mobiltelefon starren. Auch in früheren Jahrhunderten aber war Aufmerksamkeit gegenüber der Justiz keine Selbstverständlichkeit. Dies veranschaulicht eine Ausstellung, die ab dem 28. Oktober im Groeningemuseum in Brügge zu sehen ist.

 

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Gerechtigkeit: So hat Hendrick Goltzius sie gesehen – Copyright: Hendrick Goltzius, Gerechtigheid, Museum Plantin-Moretus/Prentenkabinet, Antwerpen

 

Konkret zeigt das Haus unter dem Titel „Die Kunst des Rechts“ rund 110 Exponate, die zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert in Gerichtsälen gehangen haben, um Schöffen und Richter an ihre Pflichten zu erinnern. Ein wiederkehrendes Motiv ist der letzte Moment göttlichen Rechts: das jüngste Gericht. Doch auch andere biblische oder profane Themen spielen tragende Rollen bei den Gerechtigkeitsgemälden. So hat die Brügger Stadtregierung 1498 das Bild „Das Urteil des Cambyses“ in Auftrag gegeben, das sich mit Fehlurteilen eines Tyrannen befasst. Die in dieser Form noch nie dagewesene Ausstellung zeigt neben Gemälden auch Drucke, Zeichnungen, Skulpturen und Glasfenster.

28. Oktober 2016 bis 5. Februar 2017
www.bezoekers.brugge.be

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