Hubertus-Tag im LVR-Freilichtmuseum Kommern mit Greifvögeln in Aktion und Parforcehornmesse

Das LVR- Freilichtmuseum Kommern, das WaldPädagogikZentrum Eifel, die Greifvogelstation Hellenthal und das Jagdhornbläserchor Schleiden  laden am Sonntag, 30.Oktober 2016, gemeinsam ein.

Mechernich-Kommern. In der Herbstzeit um den 3. November widmet das LVR-Freilichtmuseum in Kommern einen Tag dem heiligen Hubertus und den Bräuchen um sein legendäres Leben. In diesem Jahr findet der Hubertus-Tag des Museums am 30. Oktober statt. Von 11 bis 17 Uhr zeigen Falkner der Greifvogelstation Hellenthal die Kunst der Jagd mit dem Vogel. Jeweils um 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.00 Uhr gibt es Freiflüge von Weißkopfseeadler, Eule, Habicht und Wüstenbussard zu sehen. Oberforstrat Ingo Esser, der den Hubertustag organisiert hat: „Diese Greifvögel wurden bereits seit dem 11. Jahrhundert von den arabischen Fürsten zur Jagd gehalten. Nach den Kreuzzügen gelangte diese Art der Jagd schließlich an die europäischen  Fürstenhöfe, wo die bediensteten Falkner Vögel bei der so genannten höfischen Jagd zur Beizjagd auf Niederwild einsetzten. Um 16.30 Uhr werden einige Jagdhunde und ihre Einsatzmöglichkeiten bei der Jagd vorgestellt.

 

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Hubertustag 2016 – Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern

 

Um 17.00 Uhr wird im Tanzsaal aus Pingsdorf die Hubertusmesse zelebriert. Es spielt das  Jagdhornbläsercorps Schleiden unter der bewährten Leitung von  Andreas Blomenkamp „die Hubertusmesse nach Hermann Neuhaus, Köln“. Im Anschluss an die Messe wird das Bläsercorps bei Dunkelheit und Feuerschein einige gebräuchliche  jagdliche Signale präsentieren.

Der heilige Hubertus, Schutzpatron der Jäger und Forstleute, lebte als Pfalzgraf am Hofe Theoderichs III in Paris. Nach familiären Schicksalsschlägen zog er sich sieben Jahre aus dem fürstlichen Leben zurück, lebte als Einsiedler in den Wäldern der Ardennen und ernährte sich bescheiden aus dem Wald und von der Jagd.

Später, als erster Bischof von Lüttich, widmete er sich der Christianisierung der Bevölkerung der Eifel und Ardennen. Hubertus starb am 3. November 727 und wurde kurz nach seinem Tod im Jahre 743 heiliggesprochen.

Seit dem Mittelalter wird das Patronatsfest in waldreichen Gegenden Westeuropas mit einer großen Jagd in Verbindung mit einer Messe feierlich begangen.

Im 17. und 18. Jahrhundert brachten die französischen Könige als Hochmeister des Hubertusordens Jagdhornklänge in die feierlichen Jägergottesdienste, die zu Ehren des heiligen Hubertus oft zu Beginn der höfischen Jagden gehalten wurden. In Deutschland finden erst seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts am Hubertustag Jägergottesdienste mit Hörnerklang nach französischem Vorbild statt.

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