Bayerwald-Winterzauber zwischen Gletschern und Glasbäumen, Elchen und Eskimo-Iglus, flotten Hunden und Flutlicht-Rodeln

Kann man im Bayerischen Wald wirklich im Iglu schlafen, in einem Wald aus gläsernen Bäumen spazieren gehen oder Wölfe heulen hören? Ganz klar: Ja! Diese Fragen tauchen immer wieder rund um den Winterurlaub im Bayerischen Wald auf. Der Tourismusverband Ostbayern hat die Antworten. Auf diese Fragen und andere – und jede Menge weitere Tipps für den Familienwinterzauber im größten Waldgebiet Mitteleuropas.

 

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Der winterliche „Gläserne Wald“ in Regen – Foto: Stadt Regen

 

Wildtiere-Gucken: Mit Wolf, Luchs, Bär und Elch auf Du und Du

Wo kann man im Bayerischen Wald die wilden Tiere sehen? Das wollen vor allem die Jüngsten wissen. Löwen und Nashörner gibt es hier nicht, aber Luchse, Wölfe oder Bären schon. Wildtiere, die man sonst kaum aus der Nähe zu sehen bekommt, leben in den großen Freigeländen des Nationalparks oder im Bayerwald-Tierpark Lohberg. Sie alle gehören zu den Arten, die in der Region heimisch waren oder noch heute in den Wäldern ringsherum leben. Im Bayerwald-Tierpark gibt´s unter anderem Elch, Luchs, Wolf oder Wisent zu sehen und Wissenswertes über sie zu erfahren: Wenn die größten Hirsche der Welt richtig losspurten, bringen sie es beispielsweise auf Tempo 60. Und das Pinselohr, wie der Luchs genannt wird, kann es schon 50 Meter entfernt hören, wenn eine Maus durchs Gebüsch raschelt. Auch im ältesten Nationalpark Deutschlands, wo sich Wälder, Moore und Bäche auf einer so großen Fläche wie nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural nach ihren ureigenen Gesetzen entwickeln dürfen, geht es wild zu. In den Tierfreigeländen sind die Besucher hautnah dabei, wenn Bären und Biber, Wildschweine oder Wildpferde baden und bauen, grasen oder im Galopp durch den Schnee stauben. Auf dem Huskyhof Dreisessel in Altreichenau sind die Alaskan Malamutes die Stars, bei Kindern und Eltern. Die Schlittenhunde wollen am liebsten eins: laufen, vor allem, wenn es draußen knackig kalt ist. Mit dem „Lokomotiven des Nordens“ entdeckt man den Winter von seiner schönsten Seite, denn mit dem Hundeschlitten geht es fernab der Straßen durch den Bayerwald. Wie viel Power und Ausdauer in den Hunden steckt, erleben Urlaubsgäste auch beim Schlittenhunderennen in Haidmühle, wenn sich die Tiere aufs „go“, „gee“ oder „haw“ ihrer Musher ins Geschirr legen.
Schlafen wie die Eskimos: Die Romantiker kuscheln im Iglu aus Schnee

Können Pärchen im Bayerischen Wald wirklich eine kuschelige Nacht im Iglu verbringen? Ja, wenn es so viel geschneit hat, dass der Schnee zum Iglubauen reicht. Nicht nur Frischverliebte freuen sich auf eine unvergessliche Nacht im Bayerwald-Igludorf in Mauth. Auch langjährige Paare genießen hier abseits vom alltäglichen Trubel eine Auszeit, Ruhe zu Zweit, den Blick auf die Bayerwald-Berge – und außergewöhnliche Stunden mit dem Liebsten in der privaten Schneehöhle. Tipp: eine kuschelige Decke zum Einigeln einpacken. Wer schon immer wissen wollte, wie man ein Iglu baut, kann bei einem Schnupperkurs mitmachen und selbst zum Iglu-Profi werden. Grenzenlosen Schlittenspaß im Schnee für die ganze Familie? Gibt es im Bayerischen Wald. Zum Beispiel am Geißkopf, wo die zwei Kilometer lange Abfahrt zu den längsten Naturrodelbahnen Deutschlands zählt. Am Großen Arber, wo es für Groß und Klein auf der Winterrodelbahn 1200 Meter auf dem Schlitten den „König des Bayerwaldes“ hinuntergeht. Oder am Hohenbogen, wo die Rodelfans auch abends bei Flutlicht auf der 700 Meter langen Strecke durch den verschneiten Wald rauschen.
Der etwas andere Schnee-Spaziergang: Alte Gletscher und gläserne Bäume erleben

Gibt es im Bayerischen Wald einen Gletscher? Diese Frage stellen Gäste immer wieder. Vor 10 000 Jahren gab es ihn – und zwar unter anderem dort, wo jetzt die Arberseen sind. Zu Beginn der Eiszeit war der Große Arber, der höchste Gipfel im Bayerischen Wald, für längere Zeit mit Schnee und Eis bedeckt. Später floss das Firneis als Gletscher ins Tal, die Arbersee-Gletscher waren ein Teil davon. Die Eismassen sind längst geschmolzen, die Arberseen geblieben. Auch im Winter lohnt sich ein Abstecher zu den Seen, die als Naturrefugien bekannt sind. Bäume aus Glas gibt es nicht? Doch! Im Bayerischen Wald, einer der bedeutendsten Glasregionen in Deutschland. Hier „wachsen“ sogar Tannen, Fichten und Espen aus farbigem Flachglas, bis zu acht Meter ragen sie in den Himmel. Beim Winterspaziergang in Regen entdeckt man am Fuß der Burgruine Weißenstein im Gläsernen Wald die funkelnden Bäume, die schon mit dem Glasstraßenpreis ausgezeichnet wurden. Im Wald-Glas-Garten in Riedlhütte und in den Gläsernen Gärten in Frauenau dreht sich ebenfalls alles ums Glas: In Riedlhütte kann man schon im Vorbeigehen erahnen, dass Glashandwerk und Glaskunst im Bayerischen Wald Tradition haben. Wie vielfältig der Werkstoff Glas ist, sieht man wohl kaum irgendwo so gut wie in den Gläsernen Gärten in Frauenau. 24 Skulpturen können Glasliebhaber hier auf dem rund acht Hektar großen Gelände rund ums Glasmuseum bestaunen, mit klingenden Namen wie „Himmelsschale“ „Arche II“, „Stumme Diener“ oder „Lichtgewächs“. Frauenau gilt mit seinen Glashütten, Glasmanufakturen und weltweit bekannten Glaskünstlern als „Gläsernes Herz“ des Bayerischen Waldes. Hier sind und waren schon viele gute Glasmacher daheim.

Die Internetseite http://www.bayerischer-wald.de gibt viele weitere Infos zum Urlaubs- und Freizeitziel Bayerischer Wald.

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