Mehr Nachhaltigkeit im Nationalpark Wattenmeer

Mehr Nachhaltigkeit ist ein zentrales Ziel in Nationalparken, und das gilt in besonderer Weise für den Bereich Verkehr. Das Thema nachhaltige Mobilität stand denn auch im Mittelpunkt der 14. Fachtagung „Naturerlebnis im touristischen Angebot“ – mit guten Beispielen aus der Region und vielen Ideen, wie es noch besser gehen kann. Veranstalter des jährlichen Treffens ist die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Dithmarschen Tourismus, dem WWF und der Fachhochschule Westküste – diesmal in Kooperation mit der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, denn St. Peter-Ording war Veranstaltungsort und Anschauungsobjekt zugleich.

 

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Die neuen Nationalpark-Partner mit Vertretern des Vergaberates und der Nationalparkverwaltung. – Fotohinweis: Fromberg/LKN.SH

 

Welche Angebote existieren in der schleswig-holsteinischen Nationalparkregion bereits und was kann verbessert werden? Frank Ketter, Leiter der Nordsee-Tourismus-Service-GmbH, kam in seinem Referat zu folgendem Ergebnis: Es gibt eine Anzahl von guten Ansätzen wie, um nur einige zu nennen, den Ortsbus in St. Peter-Ording, die Genossenschaft eE4mobile, eine große Dichte an Ladestationen für E-Autos …  „Was fehlt, ist die Vernetzung“, so Ketter. Soll heißen: Man wisse zu wenig voneinander, und auch in der Öffentlichkeit seien die Initiativen häufig nicht ausreichend bekannt. Mehr Zusammenarbeit würde vieles erleichtern; Frank Ketter nannte als Beispiel die Bildung eines Pools zur Anschaffung von E-Fahrzeugen.

 

Dass noch viel mehr möglich ist, zeigte der Vortrag von Maike Berndt vom Tourismusberatungsunternehmen dwif-Consulting zum Stand des Projektes „Fahrscheinloser Nahverkehr für Touristen“ in Schleswig-Holstein mit einem Blick über den Tellerrand: etwa, wie der Schwarzwald ihn mit der KONUS-Card vorhält. „Nachhaltig mobil im Nordseeurlaub – wie geht das?“ Antworten auf diese Frage suchte zum Abschluss der Tagung eine erweiterte Runde in einer engagierten Podiumsdiskussion.

 

Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit

Eiderstedt ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit! Das dokumentiert sich in der touristischen Entwicklung im Nordseeheilbad St. Peter-Ording und ebenso in der wachsenden Zahl von Nationalpark-Partnern auf der Halbinsel. Die Vorsitzende des Vergaberates Anja Szczesinski und Matthias Kundy von der Nationalparkverwaltung überreichten bei der Fachtagung gleich an sieben neue, auf Eiderstedt tätige Nationalpark-Partner ihre entsprechenden Urkunden. Es sind die DB Regio, die die Strecken Kiel – Husum – St. Peter-Ording und, ab 11. Dezember, auch Hamburg – Westerland bedient, der Kiebitzhof (Ferienwohnungen St. Peter-Ording), der landwirtschaftliche Biobetrieb von Jürgen Reck (Witzwort), der Förderverein Kunst und Kultur Eiderstedt, das Hotel Strandgut Resort St. Peter-Ording, die Kultursaison Eiderstedt sowie die Gemeinde St. Peter-Ording.

 

Wie in dem Nordseeheilbad am Ziel der Nachhaltigkeit insbesondere im Tourismus gearbeitet wird, darüber informierten der Bürgermeister und Tourismusdirektor Rainer Balsmeier, die stellvertretende Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff sowie Kirsten Boley-Fleet von der Nationalparkverwaltung. Denn St. Peter-Ording zeichnet eine Besonderheit aus: Die Gemeinde ist mit ihrem zwölf Kilometer langen und zwei Kilometer breiten Strand, den Salzwiesen, Strandseen und Dünen Teil des Nationalparks und, seit 2009, des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Der Strand ist aber auch ein touristischer Hotspot Schleswig-Holsteins. Boley-Fleet erläuterte, wie touristisches Angebot und Naturschutz zusammengebracht werden. 90 Prozent der Gäste fühlen sich danach durch Naturschutzregelungen nicht eingeschränkt, und sie betonte: Der Mensch ist im Nationalpark ein willkommener Gast, wenn die zwischen Gemeinde und Nationalparkverwaltung abgestimmten „Spielregeln“ eingehalten werden.

 

„Unsere Gäste kommen aufgrund des sensationellen Strandes und des Naturerlebens zu uns. Da ist es nur logisch, dass wir uns als Gemeinde/Tourismus-Zentrale und Nationalparkverwaltung gemeinsam auf den Weg machen, dieses Erlebnis für die Zukunft zu sichern“, brachte Constanze Höfinghoff es auf den Punkt. Und Rainer Balsmeier fasste abschließend zusammen: „Die Nationalpark-Partnerschaft dokumentiert nun auch ganz offiziell die langjährige kooperative Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Nationalparkverwaltung“.

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