Achtung Hochspannung in Senftenberg

Das Museum Schloss und Festung lockt mit einer Experimentierausstellung zum Anfassen rund um Energie, Erfindungen und Elektropioniere

Fast nichts geht heute ohne Elektrizität. Ob Beleuchtung, Verkehr, Kommunikation, Medizin – unendlich viele Anwendungen bestimmen unseren Alltag. Noch vor etwas mehr als 200 Jahren war davon nichts zu ahnen, bis in nur wenigen Jahrzehnten zwischen 1800 und 1880 eine revolutionäre Technologie die Tür in ein neues Zeitalter aufstieß. In genau diese Zeit lädt die neue Sonderausstellung im Museum Schloss und Festung Senftenberg seine Besucher in diesem Winter ein. Vom 26. November 2016 bis zum 05. März 2017 wird hier die Kultur- und Technikgeschichte der Elektrizität von der Ehrfurcht der Menschen vor Gewitter, elektrisierenden Stoffen, lebensgefährlichen Versuchen und singenden Drähten erzählt.

 

Plasmakugel

Achtung Hochspannung – eine Hand auf einer Plasmakugel – Foto: Museum Rinteln

 

 

Im 17. und 18. Jahrhundert war elektrischer Strom noch eine Kuriosität. In Salons und auf Jahrmärkten wurden Experimente zur Unterhaltung vorgeführt. In dieser Zeit steigt die Ausstellung ein und erzählt die Geschichte vom Aufstieg einer neuen Technologie, die heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Von der Erfindung der ersten Batterie bis zum Elektromotor werden bahnbrechende Erfindungen vorgestellt. Historische Werbefilme von den 1920er bis in die 1950er Jahre zeigen, wie grundlegend diese anschließend das alltägliche Leben verändert haben. Daneben sehen die Besucher Elektrogeräte und ihre historischen Vorgänger, die noch ganz „ohne Strom“ auskommen mussten. Hauptanziehungspunkt der Ausstellung sind aber die zwölf Experimentierstationen, welche dazu einladen, klassische Elektrisiergeräte selbst auszuprobieren und an einem Morseapparat, Elektromagneten oder einer Teslaspule die Entdeckungen der frühen Elektrizitätsforscher nachzuvollziehen.

Die Wanderausstellung wurde im Museum Eulenburg im niedersächsischen Rinteln entwickelt und war an verschiedenen Stationen im Ruhrgebiet zu sehen. „Mit 500 Kilometern ist ihre Reise in die Lausitz aber bisher die Weiteste“, freut sich Tom Fehrmann, der die Ausstellung nach Senftenberg geholt hat. „Die Idee dahinter ist, die Geschichte der Elektrizität nicht trocken, sondern interaktiv zu erzählen.“ Dazu tragen auch die „Salonexperimente“ bei, die in Vorführungen, z.B. in der Weihnachtszeit vom Dienstag, 27.12. bis Freitag, 30.12., täglich um 13.30 Uhr und 15.30 Uhr, gezeigt werden.

 

Begleitprogramme und Exkursionen

Für Schulklassen und Kindergruppen bietet das Museum eigene Programme an. An den Experimentierstationen in der Ausstellung werden physikalische Grundprinzipien nachvollzogen sowie historische und moderne Anwendungen der Elektroenergie erklärt.

Die Bedeutung der Energiegewinnung als Zukunftstechnologie in der Lausitz ist auch Thema einer Exkursion, welche die Ausstellung begleitet. In drei Etappen führt diese von den Anfängen der Elektrizitätsforschung in der Ausstellung zum Projekt „Grüner Lausitzring“, das die autarke Strom- und Wärmeversorgung der Rennstrecke mit erneuerbaren Energien ermöglicht und zur Arbeit der thermischen Abfallverwertungsanlage der EEW Großräschen. Für die Exkursion ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel: 03573-2628 bzw. Tel: 03573-798190 (Museumskasse).

Termine und weitere Informationen zur Anmeldung gibt es unter: http://www.museums-entdecker.de

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